Immunsystem

Das eigene Abwehrsystem stärken.

Viruserkrankungen stellen besonders im Herbst und Winter eine Herausforderung für unser Immunsystem dar. Oftmals handelt es sich um einfache Erkältungskrankheiten. Eine echte Grippe ist deutlich ernster und besonders für kranke oder alte Menschen sehr gefährlich. Covid-19 ist ein nagelneues Virus, gegen das unser Immunsystem noch keine Antikörper gebildet hat. Unser Immunsystem ist also gefordert! Besser wir kümmern uns rechtzeitig um eine gute Abwehr.

Tagtäglich können wir Maßnahmen treffen, um unser Immunsystem zu stärken und die Angriffe durch Viren und Bakterien erfolgreich abzuwehren. Zusätzlich bedeutet ein starkes Immunsystem nicht nur einen Schutz gegen Erkältungen und Corona. Unser Immunsystem ist auch zuständig für den Abbau entarteter Zellen und die Reparatur von beschädigten Gewebestrukturen. Das bedeutet, dass die Entstehung von Krebs, Demenzkrankheiten und die tägliche Müllabfuhr in allen Zellen und Organen auch von unserem Immunsystem abhängt.

Was beeinflusst unser Immunsystem positiv?

Optimale Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen

Und immer wieder der gleiche Tenor: Obst und Gemüse sind die Basis von gesunder Ernährung! 

Das Immunsystem wird durch Lebensmittel gestärkt, die einen hohen Gehalt an Enzymen und sekundären Pflanzenstoffe haben. Das sind Farbstoffe, Duftstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle - diese sind zum Beispiel in rotem Gemüse, Ingwer und Kräutern enthalten. Der rote Farbstoff (Reservatrol) gibt dem Rotwein seine schöne Farbe! Und der Alkohol konserviert ihn. Wie wunderbar, dass auch das Glas Rotwein zu gesunder Ernährung dazugehört. Aber eben doch nicht das Einzige ist. Zum Beispiel dienen Bitterstoffe als Schutz für Schleimhäute und wirken dort antiviral. Sie sind in Salaten und Blättern enthalten. Oder auch Leinsamen, die viele pflanzliche Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe enthalten. Omega3-Fettsäuren wirken antientzündlich und schützen den Darm und das Gehirn. Sich um einen gesunden Darm zu kümmern, ist dabei erste Pflicht! Denn der Darm wird als Sitz des Immunsystems bezeichnet und bildet Immunzellen aus - und das wusste schon Paracelsus (Schweizer Arzt aus Einsiedeln, 1493-1541)

Vitamin-D3-Versorgung für das Immunsystem

Vitamin D3 ist eigentlich ein Hormon und an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt – so auch dem Immunsystem. Es steuert dessen Aktivität, fördert die Erneuerung der Abwehrzellen und kontrolliert die Entwicklung neuer Zellen. Ein Mangel führt zu einer steigenden Infektanfälligkeit, Osteoporose und Antriebslosigkeit bis hin zur Depression. Auch werden Zusammenhänge zwischen Vitamin-D-Mangel und Krebserkrankungen, wie Brust- und Darmkrebs, untersucht. Normalerweise synthetisiert der Körper Vitamin-D durch Sonneneinstrahlung. Dafür sind wir aber leider viel zu wenig mit freier Haut in der Sonne unterwegs (es sei denn Sie sind Gärtner oder Bademeister) und der deutsche Winter ist einfach zu lang. Daher ist eine Supplementierung über Vitamin-D3-Tabletten mehr als nützlich.

Bewegung und Sport

Sport ist eine Belastung für das Immunsystem, die als Reiz verarbeitet wird. Das bedeutet, dass die Anstrengung im Sport den Körper dazu antreibt, sich zu verstärken. Diesen Vorgang nennt man Superkompensation. So kommt es zwar direkt nach dem Training zu einer kurzen Schwächung des Immunsystems, aber insgesamt wird es über einen längeren Zeitraum immer stärker. Sport und Bewegung durchblutet alle Körperbereiche und so gelangen viele Nährstoffen zu den Zellen. Abfälle werden optimal abtransportiert. Zudem werden in den Muskeln Myokine gebildet, die das Immunsystem stimulieren, Entzündungen reduzieren und den Stoffwechsel ankurbeln. Neben dem Sport können auch andere Reize zu einer hilfreichen Superkompensation führen. Dazu gehören zum Beispiel Kältereize, wie Wechselbäder oder morgentliches kaltes Abduschen. Aber auch Saunabesuche und einfache Spaziergänge bei Wind und Wetter.

Schlafen für das Immunsystem

Im Schlaf regeneriert sich der Körper. Das heißt, es finden auf körperlicher Ebene Reinigungsprozesse, Zellerneuerungen und Muskelaufbau statt. Das Immunsystem ist nachts extrem aktiv und "räumt auf". So lässt sich mancher Infekt einfach mal "weggeschlafen". Daher ist ausreichend Schlaf für unser Immunsystem sehr wichtig. Auch die Bettgehzeit, ein regelmässiger Schlafrhythmus und die Schlafqualität spielen eine grosse Rolle. Das alles wird unter dem Punkt "Schlafhygiene" zusammengefasst. Dabei sind Störungen durch Licht (fehlende Gardinen oder elektronische Geräte) und Lärm (Schnarchen des Partners oder Verkehrslärm) möglichst zu vermeiden. Auch Alkohol- und Koffeinkonsum haben einen negativen Einfluss auf den Schlaf. Positive Veränderungen für einen besseren Schlaf helfen dem Körper direkt bei der Stärkung seines Abwehrsystems.

Normalgewicht

Übergewicht ist eine starke Belastung für den Körper. Besonders viszerales Fettgewebe (rund um die Körpermitte) produziert entzündungsfördernde Substanzen, die das Immunsystem fordern und den Körper unter Stress setzen. Die Belastung der Gelenke und des Skelettsystems durch das hohe Gewicht ist groß und kann zu chronischen Schmerzen und Entzündungen führen. Die Organe sind oftmals parallel durch die schlechte Ernährung belastet, die die Ursache für das Übergewicht darstellt. Sport ist bei Übergewicht natürlich sehr wichtig, aber oft kaum mehr möglich, da die Beschwerden das Bewegung- und Leistungsvermögen limitiert. Leider ein Teufelskreis. 

Starkes Immunsystem durch Stressmanagement

Sorgen und Ängste schwächen den Körper. Zusammenhänge zwischen Stressbelastungen und körperlichen Krankheiten werden in zahlreichen Studien untersucht. Immerhin sind psychische Erkrankungen durch Stress, nach Muskel- und Skeletterkrankungen, der häufigste Grund für Krankschreibungen und Arbeitsausfälle. Unser Immunsystem ist auch direkt durch Stress betroffen. So kann eine kurze und intensive Stressbelastung unser Abwehrsystem sogar aktivieren und dessen Effizienz verbessern. Allerdings sorgt eine lange und chronische Stressbelastung für das absolute Gegenteil. In diesen Phasen sind wir anfälliger für verschiedenste Erkrankungen, deutlich geschwächt, wenig belastbar und nicht motivierbar für gesunde Verhaltensmuster wie gesunde Ernährung und Sport.

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