Immunsystem

Das eigene Abwehrsystem stärken.

Viruserkrankungen stehen besonders im Herbst und Winter als Herausforderung für unser Immunsystem vor der Tür. Oftmals handelt es sich um eine einfache Erkältungskrankheit. Eine echte Influenzagrippe ist deutlich ernster und besonders für vorerkrankte oder alte Menschen gefährlich. Covid-19 ist ein nagelneues Virus, gegen das unser Immunsystem noch keine Antikörper gebildet hat, da wir bisher noch nicht in Kontakt mit ihm waren.

Unser Immunsystem ist gefordert. Dabei können wir tagtäglich Maßnahmen treffen, um unseren Gesundheitspuffer zu erhöhen und die Angriffe durch Viren abzuwehren. Allerdings bedeutet ein starkes Immunsystem nicht nur einen Schutz gegen Erkältungen und Corona. Unser Immunsystem ist auch zuständig für den Abbau entarteter Zellen und die Reparatur von beschädigten Gewebestrukturen.

Was beeinflusst unser Immunsystem?

Optimale Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen

Neben Obst und Gemüse gehören viele Nüsse und Kerne dazu. Das Immunsystem wird aber auch durch Lebensmittel gestärkt, die einen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffe vorweisen. Zum Beispiel Ingwer oder Senföle. Bitterstoffe dienen als Schutz für die Schleimhäute, die antiviral wirken. Oder Leinsamen mit vielen Ballaststoffen. Und Omega3-Fettsäuren, die antientzündlich wirken und den Darm schützen. Denn der Darm wird als Sitz des Immunsystems bezeichnet, da Immunzellen hier ausgebildet werden.

Vitamin-D3-Versorgung

Vitamin D3 ist eigentlich ein Hormon, das an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist – so auch dem Immunsystem. Es steuert dessen Aktivität, fördert die Erneuerung der Abwehrzellen und kontrolliert die Entwicklung neuer Zellen. Ein Mangel führt zu einer steigenden Infektanfälligkeit, Osteoporose und Antriebslosigkeit bis hin zur Depression. Auch werden Zusammenhänge zwischen Vitamin-D-Mangel und Krebserkrankungen, wie Brust- und Darmkrebs, untersucht. Normalerweise synthetisiert der Körper Vitamin-D durch die Sonneneinstrahlung. Dafür sind wir aber leider viel zu wenig mit freier Haut in der Sonne unterwegs (es sei denn Sie sind Gärtner oder Bademeister) und unser deutsche Winter ist zu lang. Daher ist in unseren Breitengraden eine Unterstützung über Vitamin-D3-Tabletten nützlich.

Bewegung und Sport

Sport ist eine Belastung für das Immunsystem, die als Reiz verarbeitet wird. Das bedeutet, dass der Belastungsimpuls der Anstrengung den Körper dazu antreibt, sich zu verstärken. Diesen Vorgang nennt man Superkompensation. So kommt es zwar direkt nach dem Training zu einer Schwächung des Immunsystems, aber insgesamt wird es über einen längeren Zeitraum immer stärker. Sport und Bewegung durchblutet alle Körperbereiche gut und versorgt sie mit vielen Nährstoffen. Abfälle werden optimal abtransportiert. Zudem werden in den Muskeln sogenannte Myokine gebildet, die wiederum das Immunsystem stärken, Entzündungen reduzieren und den Stoffwechsel ankurbeln. Neben dem Sport können auch andere Reize und Belastungen zu einer Superkompensation führen. Dazu gehören zum Beispiel Kältereize, wie Wechselbäder oder morgentliches kaltes Abduschen. Aber auch Saunabesuche und einfache Spaziergänge bei Wind und Wetter.

Schlaf

Im Schlaf regeneriert sich der Körper. Das heißt, es finden auf der körperlichen Ebene Reinigungsprozesse, Zellerneuerungen und Muskelaufbau statt. Das Immunsystem ist nachts dabei sehr aktiv und "räumt auf". Daher ist ausreichend Schlaf für unsere Gesundheit wichtig. Dabei sollte man auf die Uhrzeit und einen regelmässigen Schlafrhythmus achten, sowie auch auf die Schlafqualität. Das alles wird unter dem Punkt Schlafhygiene zusammengefasst. Dabei sind Störungen durch Licht (fehlende Gardinen oder Elektronische Geräte) oder Lärm (Schnarchen des Partners oder Autolärm) zu vermeiden und auch Alkohol- oder Koffeinkonsum besitzt einen Einfluss. Ebenso ist ein guter Schlaf natürlich auch von persönlichen Sorgen und Stress abhängig. Positive Veränderungen helfen dem Körper bei der Stärkung seines Abwehrsystems.

Normalgewicht

Übergewicht ist eine starke Belastung für den Körper. Besonders viszerales Fettgewebe (rund um die Körpermitte) produziert entzündungsfördernde Substanzen, die das Immunsystem fordern und den Körper unter Stress setzen. Die Belastung der Gelenke und des Skelettsystems ist groß und kann zu Schmerzen und Entzündungen führen. Die Organe sind ebenso durch die schlechte Ernährung belastet, die meistens die Ursache für das Übergewicht darstellt. Ebenso belastet natürlich auch Untergewicht den Körper, da hierbei oft eine Mangelversorgung an Nährstoffen einhergeht.

Stressmanagement

Sorgen und Ängste schwächen den Körper. Die großen Zusammenhänge zwischen Stressbelastungen und körperlichen Krankheiten sind Untersuchungsgegenstand zahlreicher Studien. Immerhin sind psychische Erkrankungen durch Stress inzwischen, nach den Muskel- und Skeletterkrankungen, der häufigste Grund für Krankschreibungen und Arbeitsausfälle. Unser Immunsystem ist ebenfalls direkt durch Stress betroffen. Eine kurze und intensive Stressbelastung aktiviert unser Abwehrsystem sogar und verbessert dessen Effizienz. Allerdings sorgt eine lange und chronische Stressbelastung für das absolute Gegenteil. In diesen Phasen sind wir anfälliger für verschiedenste Erkrankungen.

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