Gewichtsreduktion

Ziel: Abnehmen!

Bessere Fitness und Wunschgewicht! Das ist das Ziel! Allerdings ist es schwierig den Weg dahin alleine zu finden. Die Informationen zum Thema Abnehmen aus Büchern, dem Internet, Magazinen sind extrem widersprüchlich und vielseitig. Wem kann man vertrauen und welche aktuellen Studien gibt es? Und gibt es längst überholte Weisheiten, wie zum Beispiel der „fettarm-Trend“ der 80er Jahre?

Mittlerweile ist ein großer Teil der Weltbevölkerung übergewichtig und dadurch ist Gewichtsreduktion ein Riesenthema, dem sich viele Experten und Forscher widmen. Daher habe ich Ihnen einige Informationen zusammengefügt, die den Rahmen meiner Ernährungsberatung bilden und Sie bei Ihrem Projekt Abnehmen erfolgreich unterstützen.

Abnehmen per Diät – geht das?

Viele Menschen haben Erfolg damit, dass Sie für einen bestimmten Zeitraum eine Diät machen und dadurch abnehmen. Zum Beispiel werden vor dem Sommerurlaub einfach durch „FdH – Friss die Hälfte“ einige Kilos verloren. Leider ist es aber so, dass eine Rückkehr zu alten Gewohnheiten nach dem Urlaub auch zum altem Gewicht führt. Wenn man Pech hat, legt man sogar noch extra zu. Der Jojo-Effekt hat zugeschlagen. Daher sind Diäten – sprich Umstellungen, die auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sind – überwiegend zum Scheitern verurteilt.

Wie gelingt Abnehmen dauerhaft?

Zum bleibenden Abnehm-Erfolg gehört die ehrliche Analyse des persönlichen Lebensstils. Wann und wodurch ist das Übergewicht gekommen? Welche Gewohnheiten sind gefährlich und verhindern das Abnehmen? Welche Bedürfnisse werden womit befriedigt? Welches falsche oder veraltete Wissen hat man länger erfolglos angewendet?

Als Ernährungsberaterin analysiere ich Ernährungsprotokolle und stelle gemeinsam mit dem Patienten eine Mahlzeit nach der anderen um. Welche Lebensmittel sind gut und gehören in den Ernährungsplan? Welche sind nicht so klasse und welche Kombinationen eignen sich zum Abnehmen?

Hilft eine fettarme Ernährung beim Abnehmen?

Die Frage, wie viele Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette im Essen enthalten sein sollen, muss individuell geklärt werden. Der persönliche Bedarf hat zu viele Einflussfaktoren. Ein wesentlicher Punkt ist zum Beispiel die Frage, wie viel Sport und welche Sportarten betrieben werden. Dadurch ändern sich die Bedarfszahlen stark. Bei einem sehr hohen Sportanteil ist sogar eine personalisierte Sporternährung sinnvoll, um den Leistungserhalt zu garantieren und Verletzungen vorzubeugen.

Ein guter Ernährungsplan wird individuell erstellt und dauerhaft an die Bedürfnisse angepasst. Das neue Verhalten geht nach einiger Zeit in Fleisch und Blut über und man gewöhnt sich um. Der Stoffwechsel passt sich an und das Abnehmen stellt sich dauerhaft ein.

Ist Abnehmen im Alter noch möglich?

Im Laufe der Jahre verändert sich unser Stoffwechsel und verbrennt immer weniger Kalorien. In den ersten 30 Jahren ist er auf Wachstum und Leistungssteigerung ausgerichtet. Das verändert sich ab ca. 35 hin zum reinen Erhalt des Körpers. Die Produktion der Wachstumshormone sinkt langsam ab und die Stoffwechselaktivität nimmt ab. Der Energieverbrauch sinkt. Wenn man jetzt sein Essverhalten nicht anpasst, legt man langsam aber sicher an Gewicht zu.

Logisch, dass unter diesen Umständen das Abnehmen im Alter immer schwieriger wird. Parallel limitieren auch erste Erkrankungen die Möglichkeiten von sportlichen Aktivitäten. Diese braucht es aber neben einer Ernährungsumstellung dringend, um den Stoffwechsel wieder anzukurbeln!

Lebensstil und Wechseljahre - was kann man machen?

Zusätzlich zur Abnahme der Wachstumshormone setzen zur Lebensmitte die Wechseljahre ein und beschleunigen die körperlichen Veränderungen – beim Mann genauso wie bei der Frau. In dieser Phase treten oft Krankheiten auf und werden durch ihre Häufigkeit als Volkskrankheiten bezeichnet. Das können ein erhöhter Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte, ein Prädiabetes oder Gelenkprobleme sein. Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme sind hier ebenfalls ganz vorne dabei.

Ein Plan, der Ernährung und Sport vor dem Hintergrund Abnehmen zusammenbringt, macht Sinn und gibt Sicherheit. Nachdem viele Jahre andere Dinge im Mittelpunkt standen, muss man jetzt die Kurve kriegen und sich um seine Gesundheit kümmern.

Ist Intervallfasten auch nur ein weiterer Trend zum Abnehmen?

Als Therapeutin habe ich bereits viele neue Ernährungstrends kommen und gehen sehen. Eiweiß-Diäten, fettarme Diäten, Low Carb, Paleo- oder Steinzeiternährung – alles Trends der letzten 5 Jahre, die entweder zur Standardtherapie avanciert sind oder inzwischen unter den Tisch fallen.

Das Intervallfasten scheint allerdings eine Ausnahme zu sein und es gibt verschiedene Arten des Fastens, die besonders zur Gewichtsreduktion sinnvoll sind. Es werden vorallem das 5:2 Tage-Intervallfasten und das 16:8 Stunden-Fasten unterschieden. Beide Arten imitieren unsere steinzeitlichen Prägungen von längeren Hunger- und Dürreperioden. Außerdem wird in den Fastenstunden eine Ankurbelung der körpereigenen Selbstheilungsprozesse beobachtet. Das scheint der große Unterschied zu anderen Ernährungstrends zu sein, der auch aus medizinischer Sicht interessant ist.

Wenn man das Intervallfasten mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung und Sport kombiniert, kann das Ziel des Abnehmens aus meiner Praxiserfahrung heraus sehr gut erreicht werden. Und zusätzlich auch bei Krankheiten therapeutisch eingesetzt werden.  

Ist Sport notwendig um Kilos zu verlieren?

Die einfache Antwort ist JA! Bewegung und Sport gehören zu einem gesunden Lebensstil dazu. Wichtig ist es dabei, die Muskeln zu trainieren und den Puls zu erhöhen – also das Herz-Kreislaufsystem zu fordern und somit zu trainieren. Pro Stunde Sport verbrennt man im Idealfall ca. 30 g Fett und nähert sich so mit jeder Sporteinheit dem Wunschgewicht.

Abnehmen durch Sport am Morgen?

Sport am Morgen vor dem Frühstück kann durchaus die Fettverbrennung ankurbeln. Da die Kohlenhydratspeicher in der Nacht geleert werden, kann der Körper vermehrt auf die Energiegewinnung durch Fett zugreifen. Leider funktioniert das nicht sofort bei jedem Menschen. Denn der Fettstoffwechsel funktioniert am besten bei sehr trainierten Menschen. Man muss also den Fettstoffwechsel über längere Zeit trainieren, um regelmäßig Fett zu verbrennen.

Vorher verbrennt er viel lieber Aminosäuren aus Blut, Gewebe und Muskeln, um an Energie zu kommen. Dieser Prozess heißt Gluconeogenese, der den Muskelzellen schneller und leichter verwertbaren Zucker zuführt als den mühsamen Weg der Fettverbrennung zu gehen.

Als kleiner Trost sei gesagt, dass mit steigender Fitness die generelle Fettverbrennung steigt, weil der Körper diese „übt“ – und dann auch beim Frühsport Fett verbrennt. Bis dahin ist es besser, vor dem Frühsport eine Banane zu essen oder sich direkt mit dem Thema Sporternährung auseinanderzusetzen. Sporternährung bezieht sich auf den feinen Grad zwischen Fettverbrennung und Leistungserhalt.

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